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KLEmens Tipp der Woche

KLEmens Tipp der Woche
KLEmens Tipp der Woche
Künftig wird KLEmens an dieser Stelle, Ihnen jeden Mittwoch einen Tipp zu alltäglichen Situationen im Verkehr geben.
Pressestelle Kleve
Richtiges und sicheres Überholen - Wie geht das nochmal⁉

Die Raps- und Weizenernte ist im vollen Gange. Die Landwirte nutzen das trockene und sonnige Wetter um die Ernte einzubringen. Dazu kommen vorwiegend PS-starke Traktoren mit großen Anhängern zum Einsatz. Überholen darf man diese meist langsamer fahrenden Gespanne aber nur da, wo es nicht durch das Verkehrszeichen 276 (Überholverbot für Kraftfahrzeuge alle Art) verboten ist. Auch das Verkehrszeichen auf dem ein Traktor abgebildet ist und der Schriftzug „dürfen überholt werden“ steht, bezieht sich auf alle Fahrzeuge, die weniger als 25 km/h fahren. Nur diese langsamer fahrenden Fahrzeuge dürfen überholt werden und nicht pauschal alle Traktoren, denn es gibt einige, die durchaus schneller fahren können.Möchte man dann doch ein Überholmanöver starten, sollte die Straße frei sein und die Stelle auch dafür geeignet sein. Um ein Gespann bestehend aus Traktor und voll beladenem Anhänger zu überholen, wird von dem Überholenden also so einiges abverlangt. Geschwindigkeit / Gegenverkehr / Straßenführung - all das muss beachtet und eingeschätzt werden!📌Meist holt man durch ein solches Überholmanöver nur ein-zwei Minuten Fahrzeit raus. Im Falle eines Unfalls verliert man diese Zeit auch ganz schnell wieder.Unfälle, die im Zusammenhang mit Überholmanövern geschehen, haben sehr häufig schwerste Folgen. Die Zusammenstöße im fließenden Begegnungsverkehr mit hohen Aufprallenergien enden für die Fahrer und Fahrzeuginsassen meist im Krankenhaus.Da stellt sich die Frage, "muss das Gespann überhaupt überholt werden?!"

KLEmens-Tipp der Woche: Immer schön ruhig bleiben!

Wer kennt es nicht: Als Verkehrsteilnehmer gerät man dann und wann in Situationen, in denen man am liebsten aus der Haut fahren würde. Da wird einem die Vorfahrt genommen, ein anderes Auto fährt in die Parklücke, die man selbst gerade erspäht hat… Doch egal, wie sehr man sich in diesen Momenten aufregen und seine Meinung über den Anderen kundtun will: Beleidigungen als gesprochenes Wort oder als Geste gelten als Straftat und können mit einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden. Im Straßenverkehr haben Beleidigungen in der Regel hohe Geldstrafen oder sogar ein zeitweiliges Fahrverbot zur Folge. Wie teuer wird’s denn? Da es keinen einheitlichen Bußgeldkatalog für Beleidigungen gibt, wird die Strafe im Einzelfall meist vor Gericht verhandelt. In der Vergangenheit haben Richter für „Du dumme Kuh“ schon mal mit 300 EUR Strafe veranschlagt, 750 EUR wurden für einen gezeigten Vogel fällig und ganze 4.000 EUR für einen „Stinkefinger“. Lassen Sie sich also nicht stressen! Fiese Gesten und Worte machen die Situation keineswegs besser. Ein entspanntes und konzentriertes Autofahren kann lebensrettend sein, wogegen rücksichtsloses und aggressives Verhalten die allgemeine Verkehrssicherheit gefährdet.Wie können Sie Stresssituationen vermeiden?🔹 Planen Sie genügend Zeit für den Weg ein und machen Sie - gerade auf längeren Strecken - regelmäßig Pause.🔹 Nutzen Sie das Autofahren nicht, um Stress abzubauen und „runterzukommen“.🔹 Atmen Sie tiiiiiief durch, bevor die Emotionen hochkochen. KLEmens sagt also: Nur ohne Wut fährt‘s sich gut!

Endlich Ferien!

In Coronazeiten entscheiden sich viele Familien für den Urlaub in einer Ferienwohnung - egal ob im eigenen Land oder im benachbarten Ausland - da muss einiges mitgenommen werden. 🚗Ganz wichtig ist es beim Packen des Autos oder des Wohnanhängers die Ladungssicherung zu beachten, denn auch kleine Gepäckstücke können bei einer Gefahrenbremsung zu gefährlichen „Geschossen“ werden, wenn sie im Fahrzeug nicht richtig gesichert sind. 👉Generell gilt:Schwere Gepäckstücke nach unten, leichte Sachen nach oben! Alle Gepäckstücke sollten möglichst formschlüssig geladen werden. Hilfreich ist es immer, Gepäckstücke direkt an der Rücksitzlehne anzuschließen, so können diese bei einer starken Bremsung nicht nach vorne beschleunigen. Viele PKW verfügen über sogenannte Zurrpunkte im Kofferraum. Wenn man ganz sicher gehen möchte, kann man große Koffer dadurch zusätzlich mit einem Spanngurt gegen Verrutschen sichern. KLEmens wünscht Ihnen einen schönen Urlaub! Kommen Sie alle gesund und unfallfrei an Ihrem Ziel an!

KLEmens sagt „Nope zu Dope am Steuer!"

Ob geraucht, geschluckt, geschnupft, oder gespritzt - eins haben alle illegalen Drogen gemeinsam: Sie beeinflussen die Wahrnehmung, das Verhalten und das Empfinden. Oftmals sind auch das Reaktionsvermögen und die Konzentration beeinträchtigt. Aus diesem Grund haben Drogen im Straßenverkehr nichts verloren.Sich völlig breit ans Steuer zu setzen kann weitreichende Folgen haben - für den Fahrer und für Unbeteiligte. Schon geringe Mengen berauschender Mittel können zu Ausfallerscheinungen und Fehlleistungen führen. Denn die Wirkung fällt je nach Droge und je nach Konsument unterschiedlich aus. Deshalb gibt es - im Gegensatz zum Alkohol - keine gesetzlichen Grenzwerte, ab denen man von einer relativen oder absoluten Fahruntüchtigkeit spricht. Es gilt die Null-Toleranz: Wird wegen eines begründeten Verdachts einem Fahrzeugführer eine Blutprobe entnommen und die Droge im Blut nachgewiesen, ist der Führerschein erst mal weg. Hinzu kommen ein Bußgeld und Punkte in Flensburg. Ist die Fahrweise auffällig, werden andere gefährdet oder gab es sogar einen Unfall, dann handelt es sich um eine Straftat, auf die noch eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe folgt!Was noch? Egal ob Ordnungswidrigkeit oder Straftat – bestehen im Zusammenhang mit Drogenverstößen im Straßenverkehr Zweifel an der Fahreignung einer Person, dann muss sie sich einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen. Wir wollen, dass Sie Ihr Ziel gesund und sicher erreichen! Deshalb: Besser keine Drogen im Straßenverkehr.

Erhöhte Waldbrandgefahr

Was macht man bei den hohen Temperaturen am liebsten? Richtig, zum nächst gelegenen Badesee fahren - aber VORSICHT! Es herrscht akute Brandgefahr.Wer sein aufgeheiztes Auto, Motorrad oder Roller auf trockenen GRASFLÄCHEN abstellt, der darf nicht vergessen, dass die RESTWÄRME des Fahrzeugs genügt einen BRAND auszulösen.Und an die Raucher da draußen: Das Herauswerfen einer ZIGARETTE aus dem Auto stellt nicht nur eine Umweltverschmutzung dar, sondern ist im wahrsten Sinne des Wortes BRANDGEFÄHRLICH!Bewahren Sie einen kühlen Kopf und bedenken Sie die Folgen, die eine kleine Unachtsamkeit nach sich ziehen kann.

Vorsicht bei landwirtschaftlichen Beregnungen

Die anhaltende Trockenheit sorgt derzeit dafür, dass viele Landwirte ihre Nutzflächen bewässern müssen. Aus diesem Grund sieht man aktuell vermehrt Beregnungsmaschinen, die mittels Druck einen enormen Wasserstrahl erzeugen und das kühle Nass großflächig auf den Feldern verteilen.Grenzt das Feld an eine Straße und wirft die Anlage das Wasser in einem bestimmten Winkel, dann kann es vorkommen, dass plötzlich und unerwartet ein größerer Wasserschwall auf die Fahrbahn trifft. Das kann insbesondere für Motorradfahrer Risiken bergen: Trifft das Wasser das Helmvisier, ist die Sicht kurzfristig eingeschränkt, die Fahrbahn kann wegen der Nässe rutschig werden. Hinzu kommt eventuell der Schrecken. Von den Verkehrsteilnehmern ist daher vorausschauendes Fahren und von den Landwirten Umsicht beim Ausrichten der Maschinen gefordert.

Auf welcher Fahrbahnseite fahren Radfahrer richtig?

 Für Radfahrer gilt: Stets in Fahrtrichtung fortbewegen. Das heißt, sie sollten den rechten Radweg oder den rechten Fahrbahnrand nutzen, es sei denn ein extra gekennzeichneter Radweg ist für beide Richtungen freigegeben. Wer vorschriftswidrig auf dem falschen Radweg in Gegenrichtung unterwegs ist und erwischt wird, zahlt 20 Euro. Bei Behinderung, Gefährdung oder bei einem Unfall fällt das Bußgeld auch höher aus - besonders dann, wenn auf der rechten Seite ein nutzbarer Radweg gewesen wäre. Sind Sie als Radfahrer auf der falschen Seite unterwegs und wird Ihnen an einer Einmündung die Vorfahrt genommen, dann kann Ihnen eine Mitschuld zugesprochen werden

Welche Regeln gelten für den verkehrsberuhigten Bereich?

Im verkehrsberuhigten Bereich - umgangssprachlich auch Spielstraße genannt - ist einiges zu beachten. Hier die wichtigsten Besonderheiten im Überblick:

◼ Fußgänger dürfen die komplette Straße nutzen, sie haben Vorrang und für Autofahrer heißt das: Rücksicht nehmen!◼ Hier ist Schrittgeschwindigkeit, also etwa 5-7 Km/h, vorgeschrieben. Am besten legen Sie den ersten Gang ein und lassen Ihr Auto einfach rollen, ohne Gas zu geben.◼ Parken ist nur auf markierten Flächen erlaubt.◼ Beim Verlassen eines verkehrsberuhigten Bereichs muss man generell Vorfahrt gewähren.

Reaktionsweg, Bremsweg, Anhalteweg - wie war das noch mal?

Jeder Fahrschüler hat sie im Theorieunterricht gelernt: Die Formeln zum Errechnen des Reaktionswegs, des Bremswegs und des Anhaltewegs. Doch was man im Alltag selten anwendet, das vergisst man mit der Zeit oftmals. Dabei zeigen die Formeln recht anschaulich, was ein paar km/h auf dem Tacho mehr oder weniger im Fall einer Gefahrensituation im Verkehr schon bewirken können… Unter dem Reaktionsweg versteht man die Strecke, die man vom Erkennen der Gefahr bis zum Einleiten des Bremsvorgangs noch zurücklegt. Er wird wie folgt berechnet: (Geschwindigkeit : 10) x 3 = Reaktionsweg in MeternBeispiel: (50:10)x3=15 ➡ Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h fahren wir also noch 15 Meter weit, bevor wir reagieren und der Fuß auf der Bremse landet. Der Bremsweg ist die Strecke, die das Fahrzeug bis zum Stillstand zurücklegt, wenn der Bremsvorgang bereits eingeleitet wurde. Die Formel lautet: (Geschwindigkeit in km/h : 10) x (Geschwindigkeit in km/h : 10) = Bremsweg in MeternBeispiel: (50:10) x (50:10)= 25 ➡ Leiten wir bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h den Bremsvorgang ein, dann brauchen wir also noch 25 Meter, bis der Wagen steht. Bei einer Vollbremsung, oder auch Gefahrenbremsung, wird der Bremsweg noch einmal durch zwei geteilt. Treten wir also bei 50km/h voll auf die Bremse, dann legen wir immer noch 12,5 Meter zurück. Zu guter Letzt können wir den Anhalteweg berechnen. Er gibt die Strecke an, die wir insgesamt vom Auftreten der Gefahr bis zum Stillstand brauchen. Dazu addiert man den Reaktionsweg und den Bremsweg. In unserem Beispiel von 50 km/h Fahrgeschwindigkeit sind das also ganze 40 Meter bei einem normalen Bremsvorgang und immerhin noch 27,5 Meter bei einer Vollbremsung. Was soll diese Mathestunde? Es kann helfen, sich diese Zahlen ins Bewusstsein zu rufen, denn überhöhte Geschwindigkeit ist immer noch Unfallursache Nummer 1! Wir wollen, dass Sie sicher an Ihr Ziel kommen.

Die Straßenverkehrsordnung wurde novelliert.

Die Straßenverkehrsordnung wurde novelliert. Seit dem 28.04.2020 gelten neue Bestimmungen und auch neue Bußgelder.

Unangepasste Geschwindigkeit ist noch immer der Killer Nummer 1 im Straßenverkehr, daher ist es nicht verwunderlich, dass insbesondere Geschwindigkeitsübertretungen für Verkehrssünder nach dem neuen Bußgeldkatalog deutlich teurer werden. Bereits ab 11 km/h Überschreitung innerorts ist ein Verwarngeld in Höhe von 50€ fällig. Ab 21km/h Überschreitung innerorts drohen ein Fahrverbot von einem Monat und 80 € Bußgeld. Außerhalb geschlossener Ortschaften wird ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h ein Fahrverbot mit Bußgeld verhängt.

Eine Übersicht über alle Neuerungen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur finden Sie hier:

Angepasste Geschwindigkeit im Straßenverkehr schützt Sie selbst und andere.

 

Der Holländische Griff

Plötzlich geöffnete Autotüren sind gefährliche Hindernisse für Fahrradfahrer/Innen. Besonders im städtischen Bereich passieren sogenannte „Dooring-Unfälle“, bei denen ein Radfahrer oder eine Radfahrerin mit der offenen Tür eines Fahrzeuges kollidiert, relativ häufig. Dabei gibt es einen einfachen Trick, derartige Unfälle zu verhindern, denn oft reicht ein Blick in den Seitenspiegel vor dem Aussteigen nicht aus um ein herannahendes Fahrrad zu sehen. Diesen Trick nennt man den „Holländischen Griff“.  Der Holländische Griff funktioniert ganz einfach und ist gleichermaßen effektiv:Greifen Sie beim Austeigen auf der Fahrerseite mit der rechten Hand an den Türgriff um die Tür zu öffnen. An der Beifahrerseite nehmen Sie entsprechend die linke Hand. So drehen Sie Oberkörper und Kopf automatisch nach hinten. Dadurch erweitern Sie Ihr Blickfeld und können herannahende RadfahrerInnen frühzeitig wahrnehmen und eine eventuelle Kollision verhindern.

Wer gehört auf den Gehweg - und wer nicht ⁉

 

Ein Gehweg ist - wie der Name schon sagt - zum Gehen da und damit für die Fußgänger. ABER: Kinder bis zum 8. Lebensjahr müssen und Kinder bis zum 10. Lebensjahr dürfen den Gehweg mit dem Fahrrad befahren. Lebensälteren Radlern ist das Fahren auf dem Gehweg nur erlaubt, wenn der Weg zusätzlich mit dem Verkehrszeichen „Radfahrer frei“ ausgewiesen ist. Sie müssen dann aber auf die Fußgänger Rücksicht nehmen und dürfen nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Außerdem zählen Inline Skater rechtlich gesehen zu den Fußgängern.Segways und E-Scooter sind auf Gehwegen hingegen fehl am Platz.Generell gilt: Nehmen Sie Rücksicht auf einander!

Retten Sie Leben - machen Sie Platz!
Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Deshalb gilt: Wenn Sie im Straßenverkehr unterwegs sind und blaues Blinklicht und das Einsatzhorn wahrnehmen, schaffen Sie sofort „freie Bahn“. Bedenken Sie dabei, dass Einsatzfahrzeuge aus allen Richtungen kommen können. Bremsen Sie aber nicht plötzlich ab, sondern fahren Sie weiter, um - gerade Innerorts- nach (Park-)Lücken Ausschau zu halten, um Platz zu schaffen. Halten Sie Kreuzungen dabei unbedingt frei. Sind die Einsatzfahrzeuge vorbeigefahren, dann beobachten Sie erst das Umfeld, bevor Sie sich wieder in den Verkehr einfädeln. Und wie war das noch mal mit der Rettungsgasse?Fahrzeuge auf dem ganz linken Fahrstreifen halten sich links, alle anderen halten sich rechts. ⬅ ➡➡ Ziemlich einfach, oder? Beginnen Sie schon bei stockendem Verkehr, die Gasse zu bilden und halten Sie ausreichend Abstand zum Vordermann, um selbst bei Stillstand noch ausweichen zu können. Einsatzkräfte brauchen Platz, um Leben zu retten! Wer keine Rettungsgasse bildet oder einem Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Einsatzhorn nicht sofort freie Bahn schafft, dem drohen daher Bußgeld, Punkte und evtl. ein Fahrverbot.
Unfallflucht ist unfair!

Tatort Supermarktparkplatz: Der Einkaufswagen hat sich selbständig gemacht und das Auto in der angrenzenden Parklücke getroffen. Oder die Autotür wurde mit zu viel Elan aufgestoßen und ist gegen die Tür vom PKW nebenan geknallt. Oder das Augenmaß hat beim Ein- oder Ausparken nicht ganz gestimmt. Wer sich jetzt nur schnell umschaut, ob jemand den „Parkrempler“ gesehen hat und sich dann schnell aus dem Staub macht, der begeht eine Straftat. Verkehrsunfallflucht ist kein Kavaliersdelikt, auch wenn nur Sachschaden entstanden ist und niemand verletzt wurde! In 2017 zählte die Polizei in NRW 130.564 Unfallfluchten mit Sachschaden, das sind im Schnitt 357 solcher Unfälle pro Tag! Im Kreis Kleve gab es in 2018 ganze 1.612 solcher Unfallfluchten, die wir aufnehmen mussten.Wird der Verursacher nicht gefunden, dann bleibt der Geschädigte auf seinen Kosten sitzen. Ziemlich unfair und auch sehr ärgerlich. ? Entziehen Sie sich als Unfallbeteiligter also nicht der Verantwortung und rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei. Das gilt auch, wenn Sie Zeuge einer Unfallflucht geworden sind. Oftmals sind es Ihre Hinweise, die uns bei unseren Ermittlungen helfen. Und sie ermöglichen in vielen Fällen eine Schadenregulierung für den Geschädigten.

Der grüne Pfeil - fahren oder nicht fahren?

Hinter dem Verkehrszeichen 720 verbirgt sich der grüne Blechpfeil. Das kleine, quadratische Schild mit dem grünen Pfeil auf schwarzen Untergrund findet man im Straßenverkehr rechts neben der Ampel. Es soll die Wartezeit für Rechtsabbieger verkürzen. Sie können nach rechts weiterfahren, selbst wenn die Ampel rot anzeigt. Allerdings gilt es dabei einiges zu beachten: Wer an einer Ampel mit dem grünen Pfeil nach rechts abbiegen möchte, der muss für mindestens drei Sekunden an der Haltelinie halten und sich vergewissern, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer durch die Weiterfahrt gefährdet wird. Besondere Rücksicht ist dabei auf Fußgänger und Radfahrer zu nehmen! Wird an der Haltelinie nicht gestoppt, dann kann das ein Bußgeld von 70 Euro und einen Punkt in Flensburg nach sich ziehen.

Abknickende Vorfahrtsstraße - blinken oder nicht blinken?

Beim Folgen einer abknickenden Vorfahrtsstraße kommt häufig die Frage auf: Blinken, ja oder nein? Die Antwort: Ja, Sie müssen rechtzeitig in die entsprechende Richtung blinken - sowohl, wenn Sie der Vorfahrtsstraße folgen wollen, als auch beim Abbiegen von der Vorfahrtsstraße nach rechts oder links auf eine andere Straße. Nur, wenn Sie die Vorfahrtsstraße in gerader Richtung verlassen, bleibt der Blinker ausgeschaltet. Übrigens: Blinken Sie nicht wie oben beschrieben oder auch zu spät, kann das ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro bedeuten.

Was tun bei Wildunfall

In den Abend- und den frühen Morgenstunden kommt es in ländlichen Gegenden wie in unserem Kreis Kleve häufig vor, dass Wildtiere sich in unmittelbarer Nähe zu Straßen herumtreiben und sogar die Fahrbahn queren. Was ist dann zu tun? Wenn Sie ein Tier am Fahrbahnrand sehen, sollten Sie Ihre Fahrt verlangsamen oder sogar ganz abbremsen, sofern es die Verkehrslage zulässt. Denn: Tiere können Geschwindigkeiten nicht einschätzen und warten auch nicht geduldig am Fahrbahnrand, sondern laufen im Zweifel plötzlich auf die Straße. Wenn ein Zusammenstoß nicht zu vermeiden ist, nicht ausweichen! Bremsen Sie möglichst stark ab und halten Sie das Lenkrad fest. Nach einem Wildunfall gilt: Anhalten, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Unfallstelle sichern. Rufen Sie die 110 an, auch wenn das verletzte Tier geflüchtet ist. Die Polizei stellt Ihnen eine Unfallmitteilung aus und informiert den zuständigen Jagdpächter, der das verletzte Tier sucht. Tote Tiere können an den Randstreifen gezogen werden, aber aufgrund der Ansteckungsgefahr nie mit bloßen Händen! Versuchen Sie aber nicht, verletzte Tiere anzufassen, da sie sich wehren können. Und falls Sie schon an den Weihnachtsbraten denken: Das angefahrene Wild darf vom Unfallort nicht entfernt werden, sonst droht eine Anzeige wegen Wilderei!

Tempo 100 auf niederländischen Autobahnen

Derzeit wird viel über das neue Tempolimit in den Niederlanden diskutiert, aber wie genau sieht es aus? ?Generell gilt auf allen niederländischen Autobahnen tagsüber in der Zeit von 06:00 Uhr bis 19:00 Uhr das neue Geschwindigkeitslimit von 100 km/h, es sei denn die Geschwindigkeit wird durch Schilder auf 80 km/h begrenzt. Zwischen 19:00 Uhr und 06:00 Uhr gilt dann - je nach Autobahn - die vorgegebene Geschwindigkeit von 100 km/h, 120 km/h oder 130 km/h. Die neue Geschwindigkeitsbegrenzung gilt flächendeckend ab Montag, dem 16.03.2020.  ❗Aber aufgepasst: Die Umstellung erfolgt mit Aufstellung der Schilder und beginnt auf manchen Autobahnen bereits am Donnerstag, den 12.03.2020.❗Von daher Augen auf und immer schön auf die Schilder achten, denn sobald ein Schild steht, tritt die Geschwindigkeitsbegrenzung auch in Kraft.

Reißverschluss - wie geht das?

Wer kennt es nicht? Man cruist auf der Autobahn schön auf der linken Spur und sieht in einiger Entfernung eine Engstelle. Das kann zum Beispiel eine Baustelle sein, ein liegengebliebenes Fahrzeug oder der Fahrstreifen, auf dem man fährt, endet und man muss sich auf den durchgehenden Fahrstreifen einordnen. Und jetzt? Schnell einordnen? Oder doch bis zum Ende durchfahren?  Eigentlich ist es ganz einfach. Das Reißverschlussverfahren greift immer dann, wenn auf einer mehrspurigen Straße ein Fahrstreifen endet oder der Fahrstreifen wegen eines Hindernisses nicht mehr befahrbar ist. Dabei ist es egal, ob es sich um den rechten oder linken Fahrstreifen handelt. Fährt man auf gleicher Höhe mit einem Fahrzeug auf dem durchgehenden Fahrstreifen, dann ordnet man sich einfach hinter diesem ein. Wichtig ist, vor dem Einfädeln bis zum Ende seines eigenen Fahrstreifens durchzufahren, um Staus und Stockungen zu vermeiden. ❗Aber aufgepasst: Das gilt nicht für Autobahnauffahrten und -kreuze! Hier hat nämlich immer der durchgehende Verkehr Vorfahrt.

Kalt ist es nicht mehr, aber sehr nass.

Glatteis sehen die meisten Autofahrer als große Gefahr im Straßenverkehr, doch Wasserlachen, durch die Aquaplaning droht, werden häufig unterschätzt. Dabei ist der Effekt ähnlich. Der Reifen verliert durch die Wassermassen die Bodenhaftung und gerät regelrecht ins „Schwimmen“, lenken lässt sich das Auto kaum noch. Doch was macht man, wenn das passiert?Ganz einfach: Tempo rausnehmen, Motorbremse nutzen und keine hektischen Lenkbewegungen machen. Sobald die Räder wieder Kontakt zur Straße bekommen kann man normal lenken. Generell sollte man bei Starkregen und nasser Fahrbahn seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen. Denn, baut man bei schlechtem Wetter durch unangepasste Geschwindigkeit einen Unfall muss man mit einem Bußgeld in Höhe von 145,- € und einem Punkt rechnen.

Nebelschlussleuchte: Ja oder Nein ⁉️

Wenn die Sicht im Herbst schlecht wird, will man natürlich mit seinem Fahrzeug besonders gut von allen anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden. ABER: Nebel heißt nicht automatisch -Nebelschlussleuchte an! Nur, wenn die Sichtweite unter 50 Metern liegt, ist das Einschalten der Nebelschlussleuchte erlaubt bzw. vorgeschrieben. Das gilt allerdings nicht bei Regen! Die Leuchte soll - wie der Name schon sagt - nur bei Nebel zum Einsatz kommen. Und was viele nicht (mehr) wissen: Ist die Nebelschlussleuchte an, dann ist das mit einer zulässigen Höchstgewschindigkeit von 50km/h verbunden.

Schon versichert?

Seit dem 1. März sind neue Versicherungskennzeichen für Kleinkrafträder wie Roller, Mofas und Mopeds, aber auch für einige E-Bikes, Quads und motorisierte Krankenfahrstühle nötig. Sind entsprechende Gefährte ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs, dann ist das kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat!  In diesem Jahr wechselt das Kennzeichen von grüner Farbe auf schwarz. Das „kleine Schwarze“ ist dann bis Ende Februar 2021 gültig. Wir wünschen allzeit gute Fahrt!

Bitte bleiben Sie weiter zu Hause - Wir bleiben für Sie da!

Da die Tage zu Hause insbesondere für die Kleinsten von uns sehr lang werden können, hat unser KLEmens sich was besonderes ausgedacht. Er hat von seinem Lieblingsfoto ein Bild zum Ausmalen erstellt. Einfach ausdrucken, ausmalen und fertig!     Ausmalbild Klemens Gerne können Sie uns die fertigen Bilder abfotografieren oder einscannen und mit Vornamen und Alter der kleinen Künstler(innen) hier über Facebook zusenden. Wir werden Sie dann auf unserer Seite veröffentlichen!

„Von O bis O“- von Oktober bis Ostern

„Von O bis O“- von Oktober bis Ostern, so sagt die „goldene Regel“, sollten am Auto die Winterreifen angebracht sein.Ostern ist vorbei, da wird es Zeit für den Umstieg auf Sommerreifen. Wer dies nicht in einer Fachwerkstatt machen lässt, sondern selbst Hand anlegen möchte, sollte folgendes beachten:Legen Sie das nötige Werkzeug (Radkreuz, Drehmomentschlüssel, Wagenheber etc.) bereit. Wo der Wagenheber angesetzt wird, können Sie der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges entnehmenRadschrauben oder -muttern sollten unbeschädigt, die Gewinde sauber und rostfrei sein.Die Reifen müssen unbeschädigt sein. Untersuchen Sie bereits benutzte Reifen nochmals auf Schäden. Achten Sie auch auf die Mindestprofiltiefe von 1,6 mmWerfen Sie beim Abnehmen der Reifen zur Kontrolle einen Blick auf die Bremsscheiben und Bremsbeläge.Reifen, die in der Vorsaison auf der Vorderachse montiert waren, sollten in der neuen Saison auf die Hinterachse montiert werden und umgekehrt.Nach dem Reifenwechsel sollte unbedingt der Reifendruck überprüft werden.Ziehen Sie nach den ersten 50 km Fahrstrecke die Radmuttern nochmal nach. Wir wünschen Ihnen allzeit sichere Fahrt!